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Geothermie – Heizen mit der Wärme der Natur

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Viele Immobilienbesitzer wünschen sich eine ökologische und nachhaltige Form des Heizens. Die Geothermie ist eine mögliche Variante. Doch sowohl beim Neubau als auch bei Bestandsimmobilien müssen einige Punkte berücksichtigt werden, damit diese eingesetzt werden kann.

Heizöl und Gas sind zwar in den letzten Monaten wieder günstiger geworden, doch viele Immobilienbesitzer tragen sich mit dem Gedanken, den Weg der politisch heiß diskutierten Wärmewende mitzugehen und so einen Beitrag zur Klimawende zu leisten. Die Nutzung der von der Natur geschenkten Wärme aus der Tiefe der Erde erscheint vielen als ökologisch konsequente und nachhaltige Lösung. (Ist sie das?)

Der kostenlosen Wärmequelle stehen allerdings bisher noch relativ hohe Ausgaben bei der Bohrung der Sonde beziehungsweise bei der Verlegung eines flächig oberflächennah zu verlegenden Erdwärmetauschers und der Installation der Anlage entgegen. Doch ist erst einmal alles installiert, erwarten die meisten Betreiber geringere Betriebskosten. 

Auch bei Geothermienutzung wird eine Wärmepumpe benötigt, die den Wärmeertrag aus der Erde über Verdichtung anhebt und nutzbar macht und am besten mit Strom aus regenerativen Quellen betrieben wird. Voraussetzung für die wirtschaftliche Nutzung der Geothermie und Betrieb der Erdwärmepumpe ist ein gut gedämmtes Haus und die Beheizung mit niedriger Vorlauftemperatur, also eine Flächenheizung, die im Fußboden oder den Wänden für Wärme sorgt. Im Sommer kann das Gebäude so auch gekühlt werden. 

Auch im Bestand kann Geothermie eingesetzt werden - allerdings sollte dieser vor Anschaffung von Sachverständigen eingehend begutachtet werden, rät der Verband Privater Bauherren. Wichtig ist, dass Geothermie nicht überall genutzt werden kann und behördliche Genehmigungen vorliegen müssen. Bohrungen bergen auch Risiken - sie können seismische Bewegungen auslösen oder es kann zur Verunreinigung von Trinkwasserleitern oder zum Wassereintrag in wassersensible Gesteins-/Erdschichten kommen. Das Risiko und die Haftung dafür liegt beim Anlagenbetreiber. 

Die Anzahl der Sonden und deren Längen sind auf die anstehenden Gesteinsschichtungen abzustimmen. Die Bohrungen sind über die volle Abteuftiefe thermisch an das umgebende Gestein anzukoppeln, also mit einer wärmeleitenden Masse zu verfüllen. Dies muss sichergestellt sein, ansonsten kommt es zu einer übermäßigen Auskühlung des umgebenden Erdreichs bis hin zur Bildung von Permafrostblöcken. Hierdurch kann es zu Hebungen und Verformungen kommen, die sich bis zur Erdoberfläche auswirken und das eigene und/oder benachbarte Gebäude in Mitleidenschaft ziehen. Bei sehr vielen, eng beieinanderliegenden Anlagen muss beachtet werden, dass die Wärmemenge, die aus dem weiter umliegenden Erdreich nachgeliefert wird, eng begrenzt ist. Sollten zu viele Anlagen die Wärme aus der Tiefe nutzen, kann die als energieeffiziente gedachte Wärmequelle zur Energievernichtungsmaschine mutieren.